Social Media

Vor ein paar Wochen bin ich durch einen Tipp von Ladyvenom und Lionheaded auf die App Steller gestoßen. Die mobile Anwendung ermöglicht es Usern, sehr leicht, schön gelayoutete Fotogeschichten zu erstellen. Man kann aus unterschiedlichsten Vorlagen wählen und diese je nach Bedarf verändern. Soweit so unspektakulär.

Was an Steller aber positiv auffällt, ist der gut kuratierte Lifestyle-Inhalt. Endlich schafft es eine App, das Magazin-Feeling für jeden User aufs Smartphone zu übersetzen. Es dominiert Content aus den Bereichen Reise, Lifestyle, Food, Design und Sport, die Qualität der meisten Beiträge, die man angezeigt bekommt, ist sehr gut.

Womit wir auch schon bei der Reichweite wären: Ich hatte das Glück, mit einer Story in die „Steller Collection“ (24 Stunden lang bevorzugte Ausspielung) zu kommen, was bei nur 2 produzierten Storys und quasi null Followers zu immerhin 140 Likes, über 5.500 Page Views und einem Ranking in den Top 20 führte. Mit solchen Lockmitteln schafft es die App, auch „Anfänger“ bei Laune zu halten und den Geschichten ein großes Publikum zu verschaffen.

stellercollectionpageviews

Fazit: Die App eignet sich hervorragend für Instagrammer, die mehr herzeigen wollen und die auch bereit sind, ein bisschen Aufwand in die Content-Produktion zu stecken. Das Erstellen meiner Berg-Story kostete mich rund eine Stunde inklusive Stümperhafter Fotobearbeitung am Smartphone. Die Fotos habe ich alle mit dem iPhone gemacht, die meisten Beiträge von anderen Usern sind aber fototechnisch hochwertiger und meist mit professionellen Kameras geschossen.

Hier noch die Story zum Durchklicken:


Link zum Steller-Profil

More
  • August 6, 2015

Für Servus TV wird gerade eine US-amerikanische Dokumentation über Datenflut für den österreichischen Markt adaptiert. Im Rahmen der Überarbeitung hatte ich die Ehre, meinen Senf über den Einfluss von Social Media auf unseren Alltag dazuzugeben. In Zeiten, wo es schon Offline-Jugendcamps geben muss, damit ein paar handysüchtige Kinder mal gemeinsam ein Lagerfeuer machen, das nicht sofort auf Instagram landet, stellt sich natürlich die Frage, was die negativen Seiten von Social Media mit uns machen.

11828558_10207695040960335_7878399386409654562_n

Ich bin überzeugt davon, dass nicht die Kanäle an sich schuld sind, sondern die fehlende Reflexion am Umgang damit: In Familien und Schulen und wahrscheinlich auch im Arbeitsleben braucht es eine viel intensivere und auch theoretische Auseinandersetzung, wie wir Social Media für uns und nicht gegen uns selbst nützen können. Ein alter Hut, der aber trotzdem immer wieder wiederholt werden muss, denn so etwas wie das Schulfach „Medienkompetenz 2.0“ gibt es ja noch nicht.

Inzwischen poste ich mal fröhlich weiter und bin sehr viel online. Solange es keine Belastung für einen selbst oder das Umfeld wird, ist hoffentlich noch alles in Ordnung ;-).

PS: Wann die Doku im TV kommt, weiß ich leider selbst noch nicht, das kann sicher noch eine Weile dauern.

More
  • August 6, 2015

Dieser Text erschien bereits auf derStandard.at.

Unser Community Management Team macht sich viele Gedanken darüber, wie und wo man die User und Userinnen ideal mit Nachrichten versorgen kann und wie der Austausch über die Inhalte erfolgen kann.

User direkt erreichen

Seit Messengerdienste wie WhatsApp so beliebt sind, stellten wir uns die Frage, wie wir als Unternehmen auch dort präsent sein können. Und sobald die Broadcast-Funktion eingeführt wurde, mit der man mehrere User auf einmal erreichen und sich mit ihnen austauschen kann, ohne dass die Nachricht gleich an alle Empfänger geht, war klar: Wir probieren das jetzt mal aus.

Gutes Feedback

Und genau das erwies sich als gute Idee. Denn das Feedback war enorm und übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Wir erhielten unglaublich nette Nachrichten und nach einem halben Jahr erreichen wir nun 10.000 User und Userinnen per WhatsApp und tauschen uns mit ihnen aus.

Mut zum Experiment

Was wir aus dieser Hauruck-Aktion gelernt haben: Es braucht den Mut, einfach einmal etwas auszuprobieren, von dem man nicht weiß, wie es ausgehen wird. Wir hatten technische Probleme, die sogar dazu führten, dass wir ein Monat lang gar keine Nachrichten verschicken konnten, wir müssen damit rechnen, dass WhatsApp die Broadcast-Funktion jederzeit abdrehen kann und es das Service nicht mehr gibt und überhaupt wussten wir nicht, ob das jemanden interessieren würde.

Intensiver Austausch

Trotz allem haben wir es geschafft, binnen weniger Monate eine Community aufzubauen, die sich sehr intensiv und direkt mit unseren Inhalten auseinandersetzt und das Service als sinnvoll empfindet. Im Vergleich zu Facebook, Twitter oder Instagram ist der Austausch viel persönlicher und positiver und somit die Community gefühlt eine sehr loyale. Egal, wie sich WhatsApp also technisch weiterentwickelt: Wir wissen nun, dass Direct Messenger ein optimaler Kanal für Unternehmen sein können, wenn sie adäquat betreut werden.

Community Management

Dazu braucht es aber auch ein gut aufgestelltes Community Management, das auf Augenhöhe mit den Usern und Userinnen kommuniziert und vor allem von ihnen lernt: Das Service wird nämlich Schritt für Schritt mit dem Feedback der User und Userinnen adaptiert und verbessert. Wir freuen uns auf die nächsten 10.000.

More
  • June 11, 2015

Horizont Online bietet ab jetzt gemeinsam mit Storyclash ein spannendes Ranking über geteilte Medien-Inhalte in sozialen Netzwerken. Erfreulich ist natürlich, dass derStandard.at auf Platz eins liegt. Viel interessanter ist aber das Ranking der Tagespresse, das nicht überrascht, aber schön veranschaulicht, welche Aspekte beim Sharen eine Rolle spielen.

Wie schon Julian Ausserhofer und Axel Maireder in ihrer Sharing-Studie festgestellt haben, teilen User besonders gerne Inhalte, die etwas mit ihnen selbst zu tun haben oder die unverfänglich sind und einen Mehrwert für ihre Community bieten (Eigeninteresse vs. antizipiertes Publikumsinteresse). Der Faktor Humor ist bei der Tagespresse, von der ich ein Riesenfan bin, auf jeden Fall so ein Mehrwert.

Bildschirmfoto 2015-03-04 um 13.43.31

Grafik: Storyclash

Ernste – also schwer “likebare” – Inhalte, wie sie meist auf derStandard.at zu finden sind, haben es da schon schwerer, hier kommt schlicht der Faktor Masse ins Spiel: Die User auf derStandard.at haben eine große Auswahl an Artikeln, die sie teilen können und somit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie etwas finden, das mit ihnen zu tun hat (seien es Bekannte, die im Artikel vorkommen, das eigene Unternehmen, die Branche, ein Hobby oder ein Spezialgebiet, für das man sich interessiert). Zudem erfreut sich derStandard.at zum Glück eines guten Images, das die User zusätzlich dazu animiert, die Inhalte zu teilen, und ist stark präsent (Faktoren Zufälligkeit und Sichtbarkeit). Ich bin gespannt auf die weiteren Rankings.

More
  • March 4, 2015

Ich hatte die Ehre, bei der diesjährigen Ausgabe der #IAC2014 in Prag über Social Media bei derStandard.at sprechen zu dürfen. Viel spannender als meine Präsentation sind aber ein paar Eindrücke aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern. Ein kurzer Rückblick:

1) Paywalls sind hier ein großes Thema
Ob man sie mag oder nicht – Paywalls verschwinden nicht als Thema. Bei der IAC sprach etwa der CEO der Kyiv Post, Jakub Parusinski, von positiven Erfahrungen mit der Einführung der Bezahlschranke. Laut seiner Präsentation verlor die Kyiv Post “nur” ein Drittel der Leser und bekommt nun immerhin 20% der Einnahmen über die digitalen Abos. Einige lokale Medien in Prag sind gerade dabei, die Umsetzung der Paywall vorzubereiten. Der slowakische Anbieter Piano Media versucht in diesem Markt Fuß zu fassen. Für manche (oft auch kleine Nischenmedien mit schlanken Strukturen) Medien mag das funktionieren, für andere nicht. Die nächsten Jahre bleiben spannend.
Foto(1)2) Socialbakers bekommt Rückenwind
Der CEO des tschechischen Unternehmens, Jan Rezab, Socialbakers verbringt wie er selbst sagt rund 170 Tage im Jahr auf Konferenzen. Einer davon war bei der IAC. Mit Kunden wie BBC, Disney, Danone oder in Österreich A1 hat sich das Service eine gute Reputation verschafft. In Prag hat Socialbakers gerade ein Analytics-Startup gekauft.

3) Es gibt Hoffnung: Mobile Ads werden besser
Der Anbieter eSports.cz bekommt rund 60% des Traffics über mobile. Kein Wunder, dass die Leute sich dort Gedanken darüber machen, wie für sie mobile Werbung funktionieren kann. In ihrer App experimentieren sie mit größeren Bannern als wir sie jetzt gewohnt sind, die sich aber weniger störend in den Inhalt einfügen. Das freut die User und die Werbemenschen. In naher Zukunft wollen sie mit verkauften Push-Nachrichten an die User experimentieren.

4) Es geht allen (fast) gleich schlecht
Auch hier wird in den Newsrooms massenhaft gekündigt. Dabei trifft es ironischerweise in Unternehmen, die sich “digital first” auf die Stirn schreiben, gerade oft Jüngere, die sich auf Digitales konzentrieren. Innovationsverweigerung, ungeliebte Umzüge, riesige Gehaltsunterschiede, same same und gar nicht different …

5) After-Partys in einem Atom-Bunker haben einen ganz “speziellen” Charme
Der Vorteil: Es gibt keinen Handy-Empfang, also müssen die Leute miteinander reden. So auf oldschool.

Das links, das aussieht wie eine Säule ist die Bunkertür

Das links, das aussieht wie eine Säule, ist die Bunkertür

Soundcheck:

Schönes Prag ist schön.

More
  • April 24, 2014

Dass der Egderank der natürliche Feind des Social Media Managers ist, ist ja nichts Neues. Anhand eines einfachen Beispiels kann man aber gut sehen, wie sehr Posts zum Teil “gedrosselt” werden und das Publikum oft nicht erreichen.

Fallbeispiel

Heute wurde bei der Facebook-Seite von derStandard.at mit 116.000 (nicht auf ebay gekauften) Fans ein Bild gepostet und bekam 44 Likes.

Bildschirmfoto 2013-12-01 um 22.31.00Zeitgleich wurde das Bild auch beim Instagram-Account von derStandard.at mit  bescheidenen 438 Followern gepostet. Das verursachte 13 Likes (und ich hab es noch nicht mal selbst geliket ;-)!).

Bildschirmfoto 2013-12-01 um 22.30.33Facebook spielt ja schon lange unterschiedliche Posts unterschiedlich oft aus, das heißt die Posts werden nicht immer für gleich viele Menschen im Newsfeed sichtbar, wenn sie sich durch die Timeline scrollen. Das hat ja auch seinen Sinn, so will Facebook garantieren, dass die User nur relevanten Inhalt sehen, der viel Feedback bekommt.

Fazit

Dieses eine (nicht repräsentative) Beispiel zeigt jedoch, wie massiv die Unterschiede sein könnnen. Klar, ein Werbeposting wie dieses bekommt vielleicht nicht tausende Likes, im Vergleich zum Response auf Instagram muss ich aber in dem Fall davon ausgehen, dass auf Facebook das Posting von viel weniger Menschen gesehen wird, als angegeben und potenziell möglich.

Ich bin zwar schlecht in Mathe und ja, es gibt unterschiedliche Publika für unterschiedliche Netzwerke, aber: Facebook spielt sich da auf eine Art mit der Reichweite, da ist Kaffeesudlesen eine Wissenschaft dagegen. Im Übrigen ist die Kombination aus Punschtrinken und STANDARD-Lesen sehr zu empfehlen.

More
  • December 1, 2013
  • 2

Ich hatte letzte Woche die Ehre, zwei Tage lang das Business Circle Event “Business goes Social Media Vol. IV” zu moderieren. Danach war ich gleich ein paar Tage lang krank, was vielleicht daran gelegen haben mag, dass ich etwas viel geredet habe. Und zwar, weil es ein sehr vielfältiges Podium mit spannenden Geschichten gab. Meine persönlichen Highlights: Cupcakes und wie man mit einem Shitstorm am 24.12. umgeht und Lagerhaus, weil sehr schön gezeigt wurde, wie man mit einer bodenständigen Marke auf Facebook erfolgreich sein kann. Props sowieso auch an Super-Fi, Whatchado, Austrian Airlines, OMV, A1, Erste Bank, WebMedian, Tante Fanny, Digitalwerk, Digital Affairs, CyLEDGE, Kraft & Winternitz, T-Mobile. Thx Business Circle, ich bin gespannt auf die nächste Ausgabe, Social Media wird ja nie fad.

Bildschirmfoto 2013-03-18 um 23.05.32

 

More
  • March 18, 2013

Super war das am Samstag! Daniela Terbu und Nina Mohimi haben ein wirklich sehr feines BarCamp organisiert. Dort durfte ich auch meine kleine “Studie” zu FoodPorn präsentieren, deren Ergebnisse ich euch nicht vorenthalten will. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Die ganze Präse gibt es hier nicht, da es bei sehr vielen Slides halbhumoristischer Erklärungen bedarf, die ohne diesen Kontext einfach nicht verständlich sind. Aber vielleicht gibt es ja wieder mal die Möglichkeit, die “Studie” live herzuzeigen.

54 Personen haben bei der Umfrage mitgemacht.

Diese Definition des PM Magazins galt es in meiner “Studie” zu widerlegen. Nun aber zur Umfrage:

Die erste Frage:

Wenn man die Menge an Facebook- und Instagram-Usern vergleicht, ist hier Instagram ein wichtiger Foodporn-Kanal.

Warum posten die User eigentlich Fotos von Essen in Social Media?

Aus dem Clustering der Antworten geben sich folgende Motive:

Welche Kriterien muss das Essen erfüllen, damit es gepostet wird?

Was sind Foodpornisten für Menschen? Zwei essentielle Fragen (Achtung, Ironie):

Aus den Ergebnissen meiner jahrelangen Forschung (Achtung, Übertreibungsgefahr) ergibt sich folgende Erkenntnis, die wohl noch Generationen nach uns wesentlich beeinflussen wird:

Zusatz: Im Gegensatz zur Definition des PM Magazins sind laut Umfrageergebnissen die Foodpornisten keineswegs jene, die den Herd kalt lassen. Das “selbst gemachte” spielt hier eine wichtige Rolle.

More
  • September 30, 2012
  • 5

Was Pinterest nicht kann, kann jetzt eine “neue” (?) App namens The Fancy – im Prinzip eine Kopie von Pinterest, bei der man Favorites zu eigenen Alben hinzufügt und das in den social networks teilt. (danke an Nane für den Hinweis)

Der Vorteil ist aber, dass viele Produkte direkt aus der (Facebook-)App heraus gekauft werden können (bei Pinterest ja nur mit externen Links möglich) Und noch besser für Konsumenten und Anbieter: Je mehr man fancied und Freunde aktiviert, desto mehr Bonuspunkte in Form von Bargeld und Badges werden gesammelt, im Grunde die alte Empfehlungslogik. Die Plattform bekommt eine Unmenge an Daten – und die User bleiben konsumsüchtig. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Pinterest das auch kann – oder untergeht.

 

More
  • August 12, 2012
  • 1