Komkon 2026 – Diskussion über Presseaussendungen

Ist die Presseaussendung ein Auslaufmodell? Natürlich nicht, befanden wir beim KomKon Tag 2026. Das waren die Eckpunkte der Podiumsdiskussion mit Markus Leitgeb (Post) und Jörg Wukonig (wukonig.com), moderiert von Carina Engel.

Mehr Kanäle, aber kaum einer fällt weg

Ein zentrales Thema unserer Diskussion war die schiere Kanalvielfalt, mit der Kommunikationsverantwortliche heute jonglieren müssen. Social Media, Newsletter, Podcasts, Bewegtbild – und nun auch noch KI-Systeme. Das Bild, das sich dabei aufdrängt: Video did not kill the Radio Star. Jeder neue Kanal addiert sich zum bestehenden Stack, anstatt einen anderen zu verdrängen.

GEO verändert das Handwerk – nicht das Prinzip

Eine der spannendsten Anpassungen, die wir besprochen haben, betrifft Generative Engine Optimization (GEO): Das ist kein Paradigmenwechsel, sondern handwerkliche Anpassung. Das Prinzip bleibt dasselbe: relevante Information so aufbereiten, dass sie die richtigen Empfänger erreicht – egal ob Journalist:in oder KI-System.

Trust, trust, trust

Zentral war die Diskussion über Vertrauen. In einer Medienwelt, in der KI-generierte Inhalte und Desinformation allgegenwärtig sind, gewinnt die Presseaussendung ausgerechnet durch das, was sie schon immer ausgezeichnet hat: den klar zuordenbaren Absender. Sie funktioniert wie ein Gütesiegel – die Information kommt nachweislich von Belvedere, von der Stadt Wien, von wem auch immer. Dieser Vertrauensanker wird in Zukunft noch wertvoller werden.

(Fotos: PRVA/APA-Fotoservice/Hörmandinger; Fotograf/in: Martin Hörmandinger)

  • May 12, 2026